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Hybrid oder Plug-in-Hybrid: Was sind die Unterschiede?

Gepostet von Christopher Mahnke am 04.11.2021 12:22:35

Immer mehr Hersteller bauen zusätzlich zu ihren Modellen mit Verbrenner-Motoren auch Elektrofahrzeuge oder hybride Varianten. Doch was ist genau der Unterschied zwischen Hybriden und sogenannten Plug-in-Hybriden (PHEV)? Neben einem steigenden Angebot an rein elektrisch angetriebenen Autos nimmt die Zahl sogenannter PHEV-Fahrzeuge (Plug-in Hybrid Electric Vehicles) ebenfalls zu. Das sind Hybridautos, deren Batterien extern aufgeladen werden können und auch müssen.

Die Neuzulassungen von Elektro- und Hybridfahrzeugen sind dieses Jahr noch mal deutlich gestiegen. Immer mehr verfügbare Modelle kommen auf den Markt. Für viele Interessenten stellt sich gleichzeitig die Frage: Welche Unterschiede gibt es und worauf sollte man dabei achten? Hier findet ihr eine Übersicht zu Hybrid- und Plug-in-Hybridfahrzeugen.

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Die wesentlichen Unterscheidungsmerkmale zwischen Hybrid und Plug-in-Hybrid lassen sich grob in drei Punkten zusammenfassen:

Das Antriebskonzept

Hybridautos werden generell von einem Benzin- oder auch Dieselmotor und unterstützend von einem oder manchmal auch mehreren Elektromotoren angetrieben. Bei Hybridfahrzeugen ohne Plug-in-Funktion wird die Batterie, um den Elektromotor betreiben zu können, während der Fahrt mit dem herkömmlichen Verbrennungsmotor durch die Rekuperation beim Bremsen oder durch die Bewegungsenergie des rollenden Fahrzeugs geladen.

Rein elektrisch ist die Reichweite eines herkömmlichen hybriden Fahrzeugs selbst bei niedriger Geschwindigkeit stark eingeschränkt und reicht nur einige Kilometer. Hier dient der Elektromotor oft nur zur Unterstützung des Verbrenners, um so weniger Benzin/Diesel zu verbrauchen und damit weniger Emissionen zu verursachen. Sobald man das Fahrzeug stärker beschleunigen möchte, unterstützt der Elektromotor den Verbrennungsmotor und kann das Auto bei hoher Geschwindigkeit, zum Beispiel auf der Autobahn, “gleiten” lassen, wobei der Verbrenner vorübergehend abgeschaltet wird.

Ein Plug-in-Hybrid (PHEV) hat eine größere Antriebsbatterie an Bord, die per Stromkabel mit deutlich mehr Energie extern geladen werden kann und so eine größere Reichweite erzeugt.

 

Der Vollhybrid (HEV)

Umgangssprachlich ist bei einem Hybrid meist der Vollhybrid (HEV: hybrid eletric vehicle) gemeint. Hier besteht der Hybridantrieb aus einer sehr kompakten Hochleistungsbatterie und einem herkömmlichen Verbrennungsmotor.

Der Vollhybrid kann somit rein elektrisch fahren und auch durch das Verbrennen von Benzin oder Diesel. Beachten sollte man nur, dass der Elektromotor den Verbrennungsmotor beim Anfahren unterstützt und der Einspritzer automatisch bei höheren Geschwindigkeiten im niedrigen Drehzahlbereich übernimmt.  

Die kombinierte Motorisierung stellt eine optimale Lösung für Kurzstrecken wie zum Beispiel den Stop-and-go-Verkehr in der Stadt dar. Dementsprechend ist der Vollhybrid für Langstrecken und hohe Geschwindigkeiten durch das hohe Fahrzeuggewicht weniger gut geeignet.

Der Vollhybrid legt nur wenige Kilometer rein elektrisch zurück. Bei niedrigem Ladestand schaltet sich der reine Verbrenner ein und lädt den Akku mit Hilfe der Bremsenergie (Rekuperation) wieder auf. Das Aufladen des Akkus an der Steckdose ist beim Vollhybrid nicht möglich.

 

Der Mild-Hybrid (MHEV)

Die neueste Entwicklung der Automobilhersteller ist der Mild-Hybrid (MHEV: mild hybrid electric vehicle). Wie beim Vollhybrid wird als Hybridantrieb die Kombination zwischen einem Verbrennungsmotor und einer Hochleistungsbatterie genutzt, jedoch in verkleinerter Form. So verfügt der Mild-Hybrid lediglich über ein 48-Volt-Bordnetz und eine 48-Volt-Batterie zur Versorgung des Elektromotors. Dadurch kann bei einigen Mild-Hybridmodellen auf den Anlasser verzichtet werden kann. 

Der Mild-Hybrid nutzt beim Beschleunigen den Elektromotor zur Unterstützung des Verbrennungsmotors. Beim Bremsen wird der Elektromotor zum Generator, die gewonnene Energie wird umgewandelt und zurückgespeist. Damit wird der Kraftstoffverbrauch von Benzin oder Diesel reduziert und die Energieeffizienz gesteigert. Der Motorstart ohne Verzögerung und die sanfte Beschleunigung sorgen im Alltag für richtigen Fahrspaß. Im direkten Vergleich zum Vollhybrid kann der Mild-Hybrid nicht rein elektrisch fortbewegt werden. Der Elektromotor dient rein zur Unterstützung des Verbrennungsmotors. 

 

Der Plug-in-Hybrid (PHEV)

Der Plug-in-Hybrid (PHEV: plug-in hybrid electric vehicle) nutzt ebenfalls die Kombination aus Elektro- und Verbrennungsmotor. Anders als bei den Voll- und Mild-Hybriden versorgt eine weitaus größere Lithium-Ionen-Batterie den Plug-in-Hybrid mit der benötigten Power. Dadurch kann der Plug-in-Hybrid an der heimischen Steckdose oder an einer öffentlichen Ladesäule für Elektroautos aufgeladen werden.

Im Schnitt können mit einem Plug-in-Hybriden rein elektrisch Strecken von bis zu 50 Kilometern zurückgelegt werden. Für die maximale Beschleunigung werden beide Motorarten genutzt. Der Kraftstoffverbrauch sinkt deutlich, aber der Ladezustand der Batterie auch. Ist der Akku komplett verbraucht,  arbeitet nur noch der Verbrennermotor, bis die Batterie wieder aufgeladen oder genug Strom beim Bremsen gewonnen wurde.

Fahrzeugbesitzer eines Plug-in-Hybriden können somit ihr Auto auch ohne elektrische Unterstützung fortbewegen. Hier ist nur zu beachten, dass das weniger sinnvoll ist, da durch das hohe Gewicht des Plug-in-Hybrids auch mehr Kraftstoff verwendet werden muss. Dennoch werden Plug-in-Hybride als umweltfreundlich eingestuft. 

Der Plug-in-Hybrid wird als elektrisches Fahrzeug angesehen. Das bedeutet für euch, das E-Kennzeichen zur Anmeldung ist möglich und ihr profitiert von einigen Steuervergünstigungen.  

Ein klarer Nachteil von Plug-in-Hybriden ist das hohe Fahrzeuggewicht, bedingt durch die schwere Lithium-Ionen-Batterie. 

 

Kostenüberblick und Fördermöglichkeiten

Da Mild- und Vollhybride nicht als “Elektrofahrzeuge” angesehen werden, sind sie von Förderungen ausgeschlossen, was sie gegenüber Verbrennern in puncto Kosten nicht wettbewerbsfähig macht. Anders beim Plug-in-Hybrid: Beim Kauf eines Fahrzeuges können Käufer bei einem Nettolistenpreis bis 40.000 Euro aktuell mit 6750 Euro Förderung (netto) rechnen (4500 Euro Bundes- und 2250 Euro Herstelleranteil), bei einem Preis zwischen 40.000 und 65.000 Euro mit 5625 Euro (3750 Euro Bundes- und 1875 Euro Herstelleranteil).

Der Bundesanteil von 3750 Euro kann auch beim Kauf eines Gebrauchten beantragt werden, wenn für das Auto (maximal ein Jahr alt und 15.000 Kilometer) noch keine Förderung gezahlt wurde.

Um förderfähig zu sein, müssen Plug-in-Hybride derzeit eine rein elektrische Mindestreichweite von 40 Kilometern (ab 2022: 60 Kilometer) vorweisen oder höchstens 50 Gramm CO₂ pro Kilometer emittieren. Unter diesen Voraussetzungen kann ein Plug-in-Hybrid auch das E-Kennzeichen erhalten, das weitere Vorteile beim Parken oder die Nutzung der Busspur mit sich bringen kann.

Auch für Dienstwagenfahrer kann ein Plug-in-Hybrid interessant sein. Der Fiskus schlägt bei pauschaler Versteuerung nur ein halbes Prozent des Bruttolistenpreises aufs Monatsgehalt auf – statt einem Prozent bei Autos mit Verbrennungsmotor. Damit sinkt die Steuerlast. Hier finden Sie weitere wichtige Informationen zur Förderung von Elektroautos und Plug-in-Hybridfahrzeugen.

Welche Fördermöglichkeiten es für Plugin-in-Hybride gibt, erfährst du hier.

Fazit

Der Plug-in-Hybrid macht einfach Sinn. Ihr spart Geld, schont die Umwelt und werdet noch staatlich gefördert. Denn Voll- oder Mild-Hybridmodelle kommen im Gegensatz dazu nicht in den Genuss von staatlichen Subventionen oder Innovationsprämien. Die rein elektrische Reichweite, die mit den Modellen zurückgelegt werden kann, ist einfach zu gering, sodass keine Einstufung als elektrisches Fahrzeug erfolgt. Wer auf Förderfähigkeit, Lademöglichkeiten und Reichweite setzt, kommt am Plug-in-Hybrid nicht vorbei.

 



Aktuelle Winterreifen- und Ganzjahresreifentests 2021 im Überblick:

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AutoBild 225/50 R17 | Ganzjahresreifen
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Autobild Allrad 235/55 R18 | SUV
Auto Zeitung 235/55 R18
SportAuto 255/275/35 R19 | 255/40 R18

Aktuelle Sommerreifentest 2021 im Überblick:

Testinstitut  Reifengröße
Auto Motor Sport 195/55 R16H
AutoBild 205/55 R16
ADAC 205/55 R16
Autobild Allrad 215/60 R17 | SUV
GTÜ 225/45 R17
ADAC 225/50 R17
Auto Zeitung 225/40 R18
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