Du hast einen Neuwagen im Blick oder fragst dich, warum deine Kfz-Steuer plötzlich höher ausfällt als erwartet? Seit der Reform 2021 zählt neben dem Hubraum vor allem der CO₂-Ausstoß, und genau dieser Wert entscheidet oft über mehrere hundert Euro Unterschied pro Jahr. Im Folgenden bekommst du die aktuelle CO₂-Tabelle, konkrete Rechenbeispiele nach Fahrzeugtyp und die Regeln zu Steuerbefreiungen für Elektro- und Hybridfahrzeuge.
Die Kfz-Steuer setzt sich aus zwei Bausteinen zusammen: einem Sockelbetrag nach Hubraum und einem Zuschlag nach CO₂-Ausstoß. Je höher einer der beiden Werte, desto teurer wird es. Zusätzlich unterscheidet sich der Hubraumanteil je nach Kraftstoffart deutlich.
Für Benziner werden pro 100 Kubikzentimeter Hubraum 2,00 € fällig, für Diesel 9,50 €. Ab einem CO₂-Ausstoß von 96 Gramm pro Kilometer kommt ein gestaffelter Zuschlag hinzu, der mit steigenden Emissionen zunimmt.
Für eine schnelle Einschätzung reicht der Online-Rechner des Bundesfinanzministeriums. Du brauchst dafür nur das Erstzulassungsdatum, den Hubraum, den CO₂-Ausstoß und die Kraftstoffart.
Diesel-Fahrzeuge zahlen beim Hubraumanteil fast das Fünffache von Benzinern. Moderne Dieselmotoren sind zwar oft sparsamer im Verbrauch, die höhere Steuer auf den Hubraum gleicht diesen Vorteil bei der Kfz-Steuer aber meist wieder aus. Bei der Fahrzeugwahl lohnt sich deshalb ein Blick auf beide Kostenblöcke.
Wie hoch der CO₂-Zuschlag ausfällt, hängt von einer festen Staffelung ab. Die folgende Tabelle zeigt, ab welchem Ausstoß welcher Betrag pro Gramm CO₂ fällig wird.
Für alle Pkw gilt ab 96 Gramm CO₂ pro Kilometer ein gestaffelter Zuschlag:
| CO₂-Ausstoß (g/km) | Zuschlag pro g CO₂ |
|---|---|
| 96–115 | 2,00 € |
| 116–135 | 2,20 € |
| 136–155 | 2,50 € |
| 156–175 | 2,90 € |
| 176–195 | 3,40 € |
| ab 196 | 4,00 € |
| Kraftstoffart | Betrag pro 100 cm³ Hubraum |
|---|---|
| Benzin | 2,00 € |
| Diesel | 9,50 € |
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Die CO₂-Bepreisung soll emissionsarme Fahrzeuge attraktiver machen. Je näher dein Auto an der Freigrenze von 95 Gramm CO₂ pro Kilometer liegt, desto niedriger der Zuschlag. Fahrzeuge mit sehr hohem Ausstoß zahlen dagegen spürbar mehr.
Wie stark die Kfz-Steuer ausfällt, hängt stark von der Fahrzeugklasse ab. Die folgenden Beispiele zeigen die Spannweite zwischen sparsamen Kleinwagen und leistungsstarken Sport- und Geländewagen.
Ein Mittelklasse-SUV wie ein VW Tiguan mit 2,0-Liter-Dieselmotor und rund 160 g CO₂/km kommt auf etwa 280 bis 300 € Kfz-Steuer im Jahr. Bei größeren Modellen wie einem BMW X5 mit 3,0-Liter-Dieselmotor und rund 200 g CO₂/km steigt der Betrag auf über 450 € jährlich.
Sportwagen mit leistungsstarken Motoren erreichen häufig CO₂-Werte über 250 g/km. Ein Porsche 911 kann je nach Motorisierung über 600 € Kfz-Steuer im Jahr kosten, bei einem Ferrari sind es teils weit über 1.000 €. Grund ist die Kombination aus großem Hubraum und hohen Emissionen.
Kfz-Steuer und Unterhaltskosten zusammen denken
Wer beim Neuwagen auf die Kfz-Steuer achtet, sollte auch bei den laufenden Kosten für Reifen genau hinschauen. Ein Wechsel zu passenden Sommerreifen zur richtigen Jahreszeit spart zusätzlich Sprit und Verschleiß.
Fahrzeuge mit weniger als 95 g CO₂ pro Kilometer zahlen keinen CO₂-Zuschlag. Dazu zählen viele Elektroautos, einige Plug-in-Hybride und wenige sehr effiziente Verbrenner. Ein Kleinwagen mit moderner Hybridtechnik liegt so bei rund 20 bis 40 € Kfz-Steuer pro Jahr.
Nicht jedes Fahrzeug wird in voller Höhe besteuert. Für Elektro- und Hybridfahrzeuge gelten eigene Regeln, die sich beim Fahrzeugkauf lohnen können.
Reine Elektrofahrzeuge sind bei Erstzulassung bis zum 31. Dezember 2030 für maximal zehn Jahre von der Kfz-Steuer befreit, längstens bis Ende 2035. Die Befreiung gilt auch für nachträglich auf Elektroantrieb umgerüstete Fahrzeuge. Wer über einen Umstieg auf ein Elektrofahrzeug nachdenkt, sollte diesen Zeitraum in die Kaufentscheidung einbeziehen.
Plug-in-Hybride sind nicht vollständig von der Kfz-Steuer befreit, zahlen aber oft weniger als reine Verbrenner. Entscheidend ist der kombinierte CO₂-Ausstoß im WLTP-Zyklus: Liegt er unter 95 g/km, entfällt der Zuschlag komplett. Für Dienstwagen gelten zusätzlich eigene Steuervorteile bei Elektroauto und Hybrid als Dienstwagen, die sich unabhängig von der Kfz-Steuer auszahlen.
Die Kfz-Steuer 2026 folgt klar dem Verursacherprinzip: Wer sparsam fährt, zahlt deutlich weniger. Bevor du dich für ein Modell entscheidest, lohnt sich ein Blick auf CO₂-Wert und Hubraum, am besten mit dem Rechner des Bundesfinanzministeriums. Genauso wichtig ist der Blick auf die laufenden Kosten rund ums Fahrzeug, dazu gehört auch die passende Bereifung für dein neues Auto.
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