Flugrost, ein Kratzer vom Rollsplitt, eine Schramme vom Bordstein: Bei Alufelgen ist das keine Seltenheit, und die Frage kommt schnell auf, ob sich Felgen reparieren selbst lohnt oder ob direkt eine Werkstatt ran muss. Die gute Nachricht zuerst: Für die meisten optischen Schäden reicht ein Reparaturset, und du sparst dir damit einen teuren Neukauf.
Welche Schäden du selbst beheben kannst, wann sich Alufelgen reparieren lassen mehr lohnt und mit welchen Kosten du in beiden Fällen rechnen musst, zeigt dieser Überblick, inklusive Schritt-für-Schritt-Anleitung für Kratzer und Reparaturset.
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Alufelgen sind mehr als ein optisches Detail am Auto. Sie beeinflussen, wie gepflegt ein Fahrzeug wirkt, und bei einem späteren Verkauf schlagen beschädigte Felgen direkt auf den Preis durch. Wer Kratzer und Macken früh ausbessert, vermeidet außerdem, dass sich kleine Schäden zu größeren Problemen auswachsen.
Im Alltag sind Alufelgen einiges gewohnt. Drei Schadensbilder tauchen dabei am häufigsten auf:
Schon oberflächliche Kratzer lassen Felgen schnell stumpf und ungepflegt aussehen. Beim Verkauf eines Autos fällt das sofort auf, auch technisch unerfahrenen Käufern. Beschädigte Felgen sind einer der ersten Punkte, an denen der Zustand des ganzen Fahrzeugs infrage gestellt wird.
Ein neuer Satz Alufelgen geht schnell ins Geld. Vorhandene Felgen instand zu setzen, ist in aller Regel deutlich günstiger. Mit einem Reparaturset oder einer professionellen Aufbereitung erreichst du oft wieder einen nahezu neuwertigen Zustand.
Bei der Reparatur von Alufelgen ist eine Werkstatt nicht in jedem Fall nötig.
Ob Alufelgen selbst reparieren infrage kommt oder eine Werkstatt ran muss, hängt vom Ausmaß des Schadens ab. Kleine Kratzer lassen sich mit einem Reparaturset meist problemlos beheben, tiefe Beschädigungen sind dagegen ein Fall für den Fachmann.
Oberflächliche Kratzer und leichte Schrammen am Felgenrand lassen sich in vielen Fällen selbst ausbessern. Du brauchst dafür nur ein Reparaturset, etwas Schleifpapier und Geduld. Die Arbeit ist rein optischer Natur und mit überschaubarem Aufwand zu erledigen.
Bei größeren Schäden lohnt sich die Expertise einer Werkstatt: tiefe Kratzer, starke Bordsteinschäden oder Korrosionsstellen, die die Stabilität beeinträchtigen könnten. Werkstätten verfügen über spezielle Geräte, um Alufelgen sicher und fachgerecht instand zu setzen.
Tiefe Kratzer oder Risse an der Felge sind immer ein Sicherheitsrisiko. Sie können dazu führen, dass die Felge bei hoher Belastung bricht oder instabil wird. Solche Schäden solltest du niemals selbst reparieren, sondern einen fachgerechten Austausch oder eine Reparatur durch einen Spezialisten beauftragen.
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Vor dem eigentlichen Ausbessern steht eine gründliche Vorbereitung. Nur an einer sauberen Felge lässt sich das Schadensbild realistisch einschätzen, und nur so wählst du die richtigen Schritte für die Reparatur.
Beginne mit einer intensiven Reinigung. Entferne Bremsstaub, Schmutz und Teerreste mit einem handelsüblichen Felgenreiniger und einer weichen Bürste. Erst auf der sauberen Oberfläche erkennst du, ob es sich um oberflächliche Kratzer handelt oder ob tiefere Schäden vorliegen.
Verzichte auf aggressive Haushaltsreiniger oder Stahlwolle, denn sie beschädigen die Oberfläche und verursachen neue Kratzer. Ein spezieller Felgenreiniger ist auf Aluminium und Leichtmetall abgestimmt und löst hartnäckige Ablagerungen, ohne das Material anzugreifen.
Nach der Reinigung lässt sich besser beurteilen, wie stark die Felgen beschädigt sind. Kleine, oberflächliche Kratzer verschwinden oft schon mit einer Politur. Erst wenn Kratzer tiefer sitzen oder Schrammen am Felgenrand sichtbar bleiben, ist eine Reparatur angesagt. Wer die Politur lieber der Werkstatt überlässt, findet die Preise dafür im Beitrag zu Felgen polieren lassen, wer es selbst versuchen will, in der Anleitung zum Felgen selbst polieren.
Achtung bei RDKS-Sensoren
Beim Reinigen und Ausbessern in Ventilnähe ist Vorsicht gefragt: Ein zu harter Schleif- oder Reinigungsvorgang kann den RDKS-Sensor am Ventil beschädigen. Was das Reifendruckkontrollsystem genau macht und worauf du dabei achten solltest, steht im Beitrag zu RDKS-Vorteilen.
Ein Felgenreparatur-Set ist die einfachste Möglichkeit, kleinere Kratzer und Schrammen selbst zu beseitigen. Es enthält alle Materialien für die Reparatur und erspart den mühsamen Einzelkauf.
Ein typisches Set für die DIY-Reparatur umfasst:
Mit einem Reparaturset läuft die Arbeit ähnlich ab wie bei der manuellen Reparatur, nur mit allen Materialien griffbereit:
Ein Komplettset spart Zeit, weil nicht jedes Werkzeug einzeln besorgt werden muss. Die Materialien sind außerdem speziell auf Alufelgen abgestimmt und aufeinander eingestellt, was die Arbeit erleichtert und für ein saubereres Ergebnis sorgt. Preislich liegen Reparatursets meist zwischen 20 und 40 Euro, deutlich günstiger als ein Werkstattbesuch oder der Kauf neuer Felgen.
Sind die Felgen vorbereitet, beginnt die eigentliche Reparatur. Mit etwas Geduld und den richtigen Handgriffen lassen sich auch sichtbare Kratzer am Felgenrand zuverlässig beseitigen.
Eine ausführlichere Anleitung fürs komplette Neulackieren statt nur der Ausbesserung findest du im Beitrag Felgen selbst lackieren: Anleitung.
Vor der Entscheidung zwischen Selbermachen und Werkstatt lohnt sich ein Blick auf die Kosten. Eine DIY-Reparatur mit einem Set ist recht günstig, in der Werkstatt können die Preise, besonders bei größeren Schäden, deutlich höher ausfallen.
Ein Reparaturset gibt es bereits ab rund 20 Euro. Hochwertigere Sets mit mehr Zubehör liegen zwischen 30 und 50 Euro. Hinzu kommen eventuell kleinere Zusatzkosten für Schleifpapier oder Klarlack, falls diese nicht im Set enthalten sind.
Werkstätten berechnen die Preise abhängig von Schadensart, Felgengröße und Aufwand. Bei kleineren Kratzern liegen die Kosten meist bei 80 bis 150 Euro pro Felge. Bei größeren Bordsteinschäden oder einer kompletten Aufbereitung kann der Preis auch bis zu 200 Euro pro Felge steigen. Wer stattdessen nur neu lackieren lassen möchte, findet die Preise dazu im Beitrag Felgen lackieren lassen: Was sind die Kosten?
| Art der Reparatur | Preis pro Felge (ca.) | Bemerkung |
|---|---|---|
| DIY mit Reparaturset | 20–50 € | Set inkl. Schleifpapier, Spachtel, Lack |
| Werkstatt: kleine Kratzer | 80–120 € | Polieren, Ausbessern, Lackieren |
| Werkstatt: mittlere Schäden | 120–150 € | Bordsteinschäden, Ausbesserung + Lackierung |
| Werkstatt: starke Schäden / Aufbereitung | 150–200 € | Komplettaufbereitung, teilweise Neulackierung |
Ein Satz neuer Alufelgen kostet schnell mehrere hundert Euro. Selbst wenn eine Werkstatt die Aufbereitung übernimmt, kommst du in den meisten Fällen deutlich günstiger weg. Besonders bei teuren oder speziellen Felgendesigns lohnt sich eine Reparatur fast immer, solange die Stabilität der Felge nicht beeinträchtigt ist. Wer beim nächsten Felgenkauf ohnehin über einen Wechsel nachdenkt, findet Orientierung im Beitrag Worauf beim Felgenkauf achten.
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