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ADAC Winterreifentest 2017: Kleinwagen und Kompakte

Gepostet von Peter Schmidt am 26.09.2017 17:13:32

Er wird zu jeder Umrüstsaison mit Hochspannung erwartet: Der ADAC Reifentest, der in Kooperation mit dem ÖAMTC entsteht, findet die größte Beachtung und gilt als der Test aller Reifentests. Wer hier vorne liegt, macht Umsatz. Testsieger sind schon mal ausverkauft  Diesmal richtete die Testcrew ihr Augenmerk auf Winterreifen für Kleinwagen und Kompakte und nahm sich nicht weniger als 16 Reifen in der Dimension 195/65 R15 T zur Brust. Also eine Dimension für die Golf-Klasse. Und dahin gehört auch das Testfahrzeug, ein VW Golf VII.

Getestet von Premium bis Budget

Das Testfeld der 16 Prüflinge reicht von Premium-Reifen bis hin ins Budget-Segment. Dennoch muss der Kenner eine Marke vermissen. Bridgestone, die Premiummarke des größten Reifenherstellers der Welt ist nicht im Testfeld vertreten, nur die Zweitmarke Firestone hat es in die Auswahl geschafft.  Daneben berücksichtigen die Tester auch mehr oder weniger exotische Marken wie Aeolus oder Esa+Tecar aus dem Budget-Segment. Mit im Testprogramm sind nicht nur die klassischen Disziplinen auf trockener und nasser Straße, sondern auch der Spritverbrauch und der Verschleiß.

 

Winterliche Fahrsituation im TestWinterreifentest auf schneebedeckter Fahrbahn.

Zweitmarken auf der Überholspur im Test

Den Sieg im Test der Winterreifen für Kleinwagen und Kompakte trägt Continental davon mit dem aktuellen Winterprofil ContiWinterContact TS 860 - nicht haushoch, aber doch deutlich. Allerdings sind die Unterschiede nicht allzu groß. Das Niveau der Testkandidaten ist hoch. Das gilt auch für vermeintliche Außenseiter. So leistet sich ContiWinterContact TS 860 in keiner Disziplin Schwächen und erhält die Bestnote auf Nässe. Dicht auf den Fersen sind aber nicht weitere Premium-Marken, sondern der von Goodyear entwickelte Esa+Tecar Super Grip 9, wieder gefolgt vom Kleber Krisalp HP3, der Zweitmarke von Michelin, des zweitgrößten Herstellers der Welt. Dieses Reifentrio bewertet der ADAC mit “gut”. Und das ist nun wirklich neu, wie der ADAC auch selbst bemerkt: Diesmal überholen preisgünstige Zweitmarken die teureren Hauptmarken aus demselben Herstellerkonzern.

Winterreifen auf hohem Niveau

Das Spiel geht weiter mit der großen Gruppe der als “befriedigend” eingestuften Reifen. Die wird von Dunlop mit dem Winter Response 2 angeführt, der sich auf Nässe, Schnee und Eis bewährt und noch dazu mit geringem Spritverbrauch auskommt. Erst danach kommt die Hauptmarke des Konzerns, nämlich Goodyear mit dem UltraGrip 9. Es folgen viele Reifen letztlich auf gleich hohem Niveau, die allerdings unterschiedlich ausgelegt sind. So bewähren sich der Hankook Winter i*cept RS 2 W452, der Vredestein Snowtrac 5, der Yokohama W.drive V905 und auch der Firestone Winterhawk 3 vor allem auf trockener Fahrbahn und erzielen dort gute Noten, während der Nokian WR D4 oder auch der Sava Eskimo S3+ (eine Marke des Goodyear-Konzerns) anscheinend auf Schnee optimiert ist.

 

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ADAC testet Winterreifen in 195/65 R15 91T

Testfahrzeug: VW Golf VII

Rang
Profil
(Zum Produkt)
Trocken Nass Schnee Eis Geräusch
Sprit-
verbrauch
Verschleiß Gesamtnote Angebote
 

Gewichtung

15% 30% 20% 10% 5% 10% 10% 100%  
1 Continental WinterContact TS860  2,2 1,8  1,9 2,5 3,4  1,9  2,5  2,1 

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Winterreifen Preise auf Reifen-vor-Ort.png

2  Esa+Tecar Super Grip 9  2,3  2,3 2,3  2,1 3,3  1,7 2,5  2,3 

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Winterreifen Preise auf Reifen-vor-Ort.png 

3 Kleber Krisalp HP 3 2,3  2,5  2,1  2,5  3,3  2,0  2,0  2,4 

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Winterreifen Preise auf Reifen-vor-Ort.png

4 Dunlop Winter Response 2  2,6 2,0  2,1  2,4  3,2  1,8  2,5  2,6 

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Winterreifen Preise auf Reifen-vor-Ort.png

5 Goodyear UltraGrip 9   2,4 1,9  2,7 2,4  3,1  2,1  2,0  2,7 

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Winterreifen Preise auf Reifen-vor-Ort.png 

6 Hankook i*cept RS 2 W452  2,2  2,6  2,7  2,5  3,7  2,2  2,5  2,7 

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Winterreifen Preise auf Reifen-vor-Ort.png 

7  Vredestein Snowtrac 5  2,0 2,7  2,9  2,5  3,8  2,0  3,0  3,0 

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Winterreifen Preise auf Reifen-vor-Ort.png

8 Yokohama W.drive V905 2 1,7 2,6  2,2  2,5  3,7  2,0  3,0   3,0

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Winterreifen Preise auf Reifen-vor-Ort.png

Falken Eurowinter HS01 2,6  2,6  3,1  2,9  3,6  2,3  2,5  3,1   

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Winterreifen Preise auf Reifen-vor-Ort.png

 10 Firestone Winterhawk 3   2,1 3,1  2,9   2,5 3,4  1,8  2,5  3,1 

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Winterreifen Preise auf Reifen-vor-Ort.png

 
 11 Nokian WR D4  2,3 3,1  1,7  2,4  3,6  1,9  3,0  3,1 

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Winterreifen Preise auf Reifen-vor-Ort.png

 
 12  Michelin Alpin 5  2,1 2,5  3,2  2,6  3,5  2,6  1,5  3,2 

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Winterreifen Preise auf Reifen-vor-Ort.png

 
13  Aeolus SnowAce 2 AW08  2,4 2,7  3,3  2,4  3,4  2,0  3,0  3,3 

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Winterreifen Preise auf Reifen-vor-Ort.png

 
14  Kumho WinterCraft WP51   2,4 3,3  2,6  2,4  3,6 2,3 2,5  3,3  

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Winterreifen Preise auf Reifen-vor-Ort.png

15  Sava Eskimo S3+ 3,3  2,9  1,9  2,4  3,5  2,2  2,5   3,3

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Winterreifen Preise auf Reifen-vor-Ort.png

 
 16 Semperit Master-Grip 2  3,6 2,5  2,1  2,7  3,0  1,9  3,0   3,6

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Winterreifen Preise auf Reifen-vor-Ort.png

 

 

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Fazit von ADAC Winterreifentest: Kein Winterreifen ist schlecht

Kein Reifen der getesteten Produkte ist schlecht. Auch nicht der Semperit Master-Grip 2, der den Anschluss zwar nicht ganz schafft, aber nach dem Schulnotensystem der ADAC-Bewertung immerhin noch ein gutes “ausreichend” bekommt. Gute Noten auf Schnee, aber schwach auf trockener Fahrbahn und auf Eis.

Erstaunlich bei diesem Test ist das Abschneiden der Zweitmarken, insbesondere die gute Performance des Esa+Tecar, der allerdings über eine Autohaus-Kooperation vertrieben wird. Insofern enttäuscht der Michelin Alpin A5, der sich mit dem 12. Platz zufrieden geben und sich gegenüber deutlich günstigeren Produkten geschlagen geben muss. Die Markenhierarchie steht Kopf in diesem Test. Trotzdem ist Michelin mit diesem Pneu ganz markentypisch Spitzenreiter beim Verschleiß. So hat letztlich jeder sein Gutes.

 

ADAC Winterreifentest als Video 

 

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