Der nächste Winter kommt bestimmt. Grund genug für die Reifenhersteller, neue Produkte in den Markt zu rollen, die den Winteranforderungen entsprechen. Zu den jüngsten Neuheiten zählt der neue Ganzjahresreifen des koreanischen Herstellers Kumho, während der japanische Hersteller Yokohama gleich zwei neue Winterreifen in die neue Saison bringt.
Sind eigentlich die neuen Reifen so viel besser als die vorangegangenen Produkte? Besteht ein Einfluß der Reifen auf Fahrstabilitätsprogramme wie ABS, ESP und Co? Reifenhersteller Continental wollte genau das beweisen und zeigte den Unterschied in der Entwicklung von 15 Jahren auf.
Im praktischen Versuch zirkelte ein 20 Jahre alter 3er BMW sicher um einen Testparcour, während ein mit zahlreichen Sicherheitssystemen ausgerüsteter 1er BMW der neuesten Generation nahezu unkontrolliert vor sich hin schlidderte. Der Grund lag in den Reifen. Der alte BMW war mit dem neuesten WinterContact TS 860 ausgerüstet, während der 1er mit einem TS 790 V unterwegs war, der mit alten Rezepten von vor 15 Jahren nachgebaut wurde.
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Ein nagelneuer Winterreifen muss ungefähr 8 mm Profiltiefe haben. Das garantiert im Winter einen perfekten Grip auf Schnee und Eis. Bei abnehmender Profiltiefe nimmt die Verzahnung der Profillamellen mit der Zeit nach. Generell hat die Profiltiefe einen entscheidenden Einfluss auch auf die Aquaplaningsicherheit und auf das Bremsen bei Nässe.
Per Gesetz ist bisher nur eine Mindestprofiltiefe von lediglich 1,6 mm vorgeschrieben. Rein technisch gesehen, so erklären Fachleute beispielsweise von den Prüforgnisationen TÜV und Dekra, sei das viel zu wenig, vor allem im Winter. Empfohlen werden deshalb mindestens 3 mm als Restprofiltiefe. Das ist manchen immer noch zu wenig, die fordern gleich 4 Millimeter.
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