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Alternative Reifengrößen berechnen: Was ist erlaubt, was nicht?

Gepostet von Reifen vor Ort Redaktion - zuletzt aktualisiert am 08.06.2026

Du willst auf eine alternative Reifengröße wechseln – für ein sportlicheres Aussehen, nach einem Fahrzeugkauf oder um Sprit zu sparen? Dann zählt vor allem eine Frage: Welche Größen sind für dein Auto überhaupt zugelassen? Entscheidend sind Abrollumfang, Toleranzgrenzen und die Angaben in deinen Fahrzeugpapieren. Wie du eine alternative Reifengröße berechnen und in Sekunden prüfen kannst, ob dein Wunschreifen erlaubt ist, zeigt dir der Reifenrechner von Reifen vor Ort.

Was sind alternative Reifengrößen – und welche Reifen darfst du fahren?

Im Fahrzeugschein (Felder 15.1 und 15.2) steht meist nur eine Reifengröße: die Standardgröße deines Autos. Viele Hersteller geben aber zusätzliche Dimensionen frei, die du ebenfalls legal fahren darfst. Diese alternativen Reifengrößen findest du im CoC-Dokument (Certificate of Conformity, also der EG-Übereinstimmungsbescheinigung) unter den Ziffern 32 und 50.

Alternative Reifengrößen unterscheiden sich in Breite, Querschnittshöhe oder Felgendurchmesser. Erlaubt sind ohne Einzelabnahme nur Kombinationen, die im CoC-Dokument oder in einer offiziellen Freigabeliste stehen. Alles andere muss vorher der TÜV oder die DEKRA prüfen.

Art der Reifengröße Beschreibung Beispiel Wichtiger Hinweis
Zugelassene Reifengröße In den Fahrzeugpapieren (15.1 / 15.2) oder CoC eingetragen. 205/55 R16 Ohne weitere Eintragung fahrbar, entspricht der Standardgröße.
Alternative Reifengröße Weitere, technisch freigegebene Dimensionen. 215/50 R17 oder 195/65 R15 Zulässig, wenn die Größe freigegeben ist oder die Umfangsdifferenz in der Toleranz liegt.
Nicht zugelassene Größe Weder im CoC noch durch TÜV-Abnahme bestätigt. 235/45 R18 (Beispiel) Nicht erlaubt, gefährdet die Betriebserlaubnis deines Fahrzeugs.

Du bist unsicher, welche Größe ab Werk auf deinem Auto sitzt oder wie du die Bezeichnung 205/55 R16 91V richtig liest? Das klärt der Ratgeber dazu, wie du die richtige Reifengröße über Fahrzeugschein, CoC und Reifenflanke findest.

Alternative Reifengröße berechnen: Abrollumfang und Toleranz

Der wichtigste Wert beim Wechsel auf eine andere Größe ist der Abrollumfang, also die Strecke, die der Reifen bei einer vollen Umdrehung zurücklegt. Ändert sich der Abrollumfang, verändern sich auch Tachoanzeige und technische Zulässigkeit. Genau deshalb steht die Berechnung am Anfang, bevor du einen Reifen kaufst.

Abrollumfang berechnen: so funktioniert die Formel

Um den Abrollumfang oder Reifenumfang zu berechnen, brauchst du nur drei Werte aus der Reifengröße: Breite, Querschnitt und Felgendurchmesser. Aus Breite (in Millimetern) und Querschnitt (in Prozent) ergibt sich die Flankenhöhe. Zwei Flankenhöhen plus der Felgendurchmesser (in Zoll, umgerechnet in Millimeter) ergeben den Gesamtdurchmesser, multipliziert mit der Kreiszahl Pi den Abrollumfang. Das Rechnen per Hand ist fehleranfällig, deshalb übernimmt ein Abrollumfang-Rechner die Umrechnung von Reifengröße und Reifenumfang automatisch.

Änderung am Reifen Auswirkung auf den Abrollumfang Mögliche Folge
Größerer Durchmesser Abrollumfang steigt Tacho zeigt zu wenig an, Risiko von Geschwindigkeitsabweichungen
Kleinerer Durchmesser Abrollumfang sinkt Tacho zeigt zu viel an, Fahrkomfort kann leiden
Gleicher Durchmesser Abrollumfang bleibt gleich Keine Anpassung nötig, sicherer Wechsel möglich

Welche Abrollumfang-Toleranz ist erlaubt?

Der TÜV akzeptiert beim Pkw in der Regel eine Abrollumfang-Toleranz von etwa minus 2,5 Prozent bis plus 1,5 Prozent gegenüber dem Originalreifen. Liegt dein Wunschreifen in diesem Bereich, ist er häufig ohne Eintragung fahrbar. Weicht der Abrollumfang stärker ab, wird meist eine Einzelabnahme nötig. Mit einem Abrollumfang-Rechner prüfst du diese Toleranz vorab und siehst sofort, ob deine Wunschgröße passt.

Tachoabweichung berechnen: wann eine Angleichung nötig wird

Der Tacho misst die Geschwindigkeit über die Radumdrehungen, deshalb ändert sich die Anzeige mit dem Abrollumfang. Der Tacho darf nach oben abweichen, aber nie weniger anzeigen, als du tatsächlich fährst. Üblich ist eine zulässige Abweichung von höchstens 10 Prozent plus 4 km/h nach oben. Überschreitet deine Wunschgröße diesen Wert, ist eine Tachoangleichung in der Werkstatt fällig, mit entsprechenden Zusatzkosten. Ein Tachoabweichung-Rechner zeigt dir sofort, ob das bei deiner geplanten Umrüstung passiert.

Abrollumfang vor dem Kauf prüfen

Trag deine aktuelle und deine Wunschgröße in den Abrollumfang-Rechner von Reifen vor Ort ein. Du siehst in Sekunden, ob die Umfangsdifferenz in der Toleranz liegt und ob eine Tachoangleichung nötig wird.

Andere Reifengröße eintragen lassen: wann TÜV oder DEKRA nötig sind

Viele fragen sich: Welche Reifen darf ich fahren, ohne etwas eintragen zu lassen? Die Antwort hängt allein an den Papieren. Eine Eintragung durch TÜV oder DEKRA ist immer dann nötig, wenn deine Wunschgröße nicht im CoC-Dokument steht, selbst wenn der Abrollumfang rechnerisch in der Toleranz liegt. Steht die Größe dagegen in der Freigabeliste, reicht oft eine Bescheinigung des Reifenservices, und dein Reifenfachhändler vor Ort sagt dir, welche Schritte nötig sind.

Worauf es bei den CoC-Papieren (Ziffern 32 und 50), beim Ablesen aus dem Fahrzeugschein und bei den Folgen einer nicht eingetragenen Reifengröße ankommt, steht ausführlich im Ratgeber dazu, wie du die zulässige Reifengröße über CoC und Fahrzeugschein ermittelst. Wer Reifen oder Felgen über die Serienfreigabe hinaus verändern will, findet die Gutachten-Regeln in den Tuning-Vorschriften für Reifen und Felgen. Ob eine neue Größe auf deine vorhandenen Räder passt, klärt die Frage, welche Felgen auf dein Auto passen.

Breitere oder schmalere Reifen: Vor- und Nachteile der Reifengröße

Mit der Reifengröße ändert sich nicht nur die Zulässigkeit, sondern auch das Fahrverhalten. Breitere und schmalere Reifen bringen jeweils eigene Stärken und Schwächen mit, die du vor dem Wechsel abwägen solltest.

Reifengröße Vorteile Nachteile
Breitere Reifen Mehr Bodenhaftung, kürzere Bremswege auf trockener Straße, mehr Halt in Kurven Höherer Verbrauch, mehr Abrollgeräusch, größere Aquaplaning-Gefahr, höherer Preis
Schmalere Reifen Geringerer Rollwiderstand, weniger Verbrauch, besserer Schutz vor Aquaplaning Längerer Bremsweg, weniger Haftung in schnellen Kurven

Wer die Größe ändert, lässt die neuen Reifen anschließend montieren. Womit du dabei rechnen musst, steht in der Übersicht, was es kostet, Reifen oder Räder aufziehen zu lassen. Bei einem Wechsel der Reifengröße kann außerdem das Reifendruckkontrollsystem neu angelernt werden müssen, mehr dazu im Überblick zum Reifendruckkontrollsystem (RDKS).

Reifenrechner nutzen: alternative Reifengröße in Sekunden prüfen

Statt Formeln und Toleranzen selbst durchzurechnen, übernimmt der Reifenrechner die Arbeit. Er vergleicht deine aktuelle Größe mit der Wunschgröße und zeigt dir auf einen Blick, ob der Wechsel passt.

Reifenrechner Schritt für Schritt bedienen

  • Schritt 1: Aktuelle Reifengröße eingeben, zum Beispiel 205/55 R16. Sie steht auf der Reifenflanke oder im Fahrzeugschein unter 15.1 / 15.2.
  • Schritt 2: Wunschgröße eingeben und auf „Berechnen" klicken.
  • Schritt 3: Ergebnis prüfen. Abrollumfang, Tachoabweichung, Bodenfreiheit und Toleranzstatus erscheinen sofort.
  • Schritt 4: Liegt die Größe im grünen Bereich, kannst du direkt passende Reifenangebote in deiner Wunschgröße ansehen.

Welche Größen dein Fahrzeug ab Werk erlaubt und wie du die Ergebnisse einordnest, erklärt ergänzend der Ratgeber, mit dem du herausfindest, welche Reifengrößen du fahren darfst.

Ergebnisse im Reifenrechner richtig deuten

Nach der Eingabe zeigt dir der Reifenrechner eines von drei Ergebnissen. Daran erkennst du, ob du die Größe ohne Weiteres fahren darfst oder erst prüfen lassen musst.

Ergebnis im Reifenrechner Bedeutung Was du tun solltest
Im Toleranzbereich Die Umfangsdifferenz liegt innerhalb der üblichen Toleranz. Diese Reifengröße ist in der Regel ohne Eintragung fahrbar.
Außerhalb der Toleranz Die Abweichung ist zu groß, der Tacho würde falsche Werte anzeigen. Von TÜV oder DEKRA prüfen lassen, eine Eintragung ist meist nötig.
Nicht zulässig Der Tacho würde eine zu geringe Geschwindigkeit anzeigen. Diese Reifen dürfen nicht gefahren werden, andere Größe wählen.

Im Zweifel den Reifenhändler fragen

Der Reifenrechner gibt dir eine erste Einschätzung. Bist du unsicher, ob deine Wunschgröße zugelassen ist, hilft ein Reifenhändler vor Ort weiter. Viele Partner prüfen die Zulässigkeit deiner Wunschgröße direkt vor der Montage.

Passende Reifengröße gefunden? Reifen mit Montage bestellen

Hast du mit dem Reifenrechner eine passende alternative Reifengröße gefunden? Dann bestelle deinen Wunschreifen bei Reifen vor Ort, mit Montage beim Reifenservice in deiner Nähe und Zahlung erst nach der Montage, ohne Vorkasse. Der nächste Schritt ist also, deine berechnete Größe direkt im Reifenrechner zu öffnen und passende Angebote zu vergleichen.

Reifengröße jetzt mit dem Reifenrechner berechnen

Häufige Fragen zur alternativen Reifengröße

Du brauchst Breite, Querschnitt und Felgendurchmesser deiner aktuellen und deiner Wunschgröße. Daraus ergibt sich der Abrollumfang. Am einfachsten gibst du beide Größen in den Reifenrechner ein, der die Umfangsdifferenz und die Tachoabweichung automatisch berechnet.

Der TÜV akzeptiert beim Pkw in der Regel eine Abweichung des Abrollumfangs von etwa minus 2,5 Prozent bis plus 1,5 Prozent gegenüber dem Originalreifen. Liegt deine Wunschgröße darin, ist sie oft ohne Eintragung fahrbar. Außerhalb dieser Grenzen ist eine Kontrolle und meist eine Einzelabnahme nötig.

Erlaubt sind ohne weitere Eintragung alle Größen, die in deinen Fahrzeugpapieren oder im CoC-Dokument stehen. Steht deine Wunschgröße dort nicht, brauchst du eine Abnahme durch TÜV oder DEKRA, auch wenn der Abrollumfang rechnerisch in der Toleranz liegt.

Der Tacho darf nie weniger anzeigen, als du tatsächlich fährst. Üblich ist eine zulässige Abweichung von höchstens 10 Prozent plus 4 km/h nach oben. Überschreitet deine Wunschgröße diesen Wert, ist eine Tachoangleichung in der Werkstatt nötig.

Ja. Breitere Reifen erhöhen den Rollwiderstand und damit tendenziell den Verbrauch, schmalere Reifen senken ihn. Auch das Fahrverhalten in Kurven und bei Nässe ändert sich mit der Reifengröße.



Aktuelle Sommerreifentests im Überblick:

Hier findest du die neuesten Sommerreifen-Tests führender Prüfinstitute wie ADAC, AutoBild, Auto Motor Sport, GTÜ und weiteren Fachmagazinen. Die Übersicht wird regelmäßig aktualisiert.

Testinstitut 2026 2025
ADAC 225/50 R17 225/40 R18
AvD 215/55 R17 Nicht verfügbar
Auto Motor Sport 195/55 R16 215/55 R17
Auto Zeitung 235/45 R18 225/45 R18
AutoBild 245/45 R19 225/44 R19
AutoBild Allrad 255/45 R19 255/55 R18
AutoBild sportscars 245/35 R19
275/35 R19
245/35 R19
sportauto 205/45 R17 Nicht verfügbar
GTÜ | ARBÖ | ACE 225/40 R18 235/55 R17

Aktuelle Ganzjahresreifentests im Überblick:

Hier findest du die neuesten Ganzjahresreifen-Tests führender Prüfinstitute wie ADAC, AutoBild, Auto Motor Sport, GTÜ und weiteren Fachmagazinen. Die Übersicht wird regelmäßig aktualisiert.

Testinstitut 2026 2025
ADAC Bald verfügbar 225/45 R17
AutoBild 215/55 R18 225/40 R18
215/50 R18
AutoBild sportscars Bald verfügbar 225/45 R18


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