Du willst deine Reifengröße ändern – vielleicht für ein sportlicheres Aussehen, wegen eines Fahrzeugkaufs oder weil du Kraftstoff sparen willst? Dann stellt sich schnell die Frage: Welche alternativen Reifengrößen sind überhaupt erlaubt, und welche Reifen darf ich fahren? Die Antwort hängt von Abrollumfang, TÜV-Toleranzen und den Angaben in deinen Fahrzeugpapieren ab. In diesem Ratgeber erklären wir dir, wie du eine alternative Reifengröße berechnen kannst – und wie du mit dem Reifenrechner von Reifen vor Ort in Sekunden prüfst, ob dein Wunschreifen zulässig ist.
Was sind alternative Reifengrößen – und wann darfst du sie fahren?
Im Fahrzeugschein (Felder 15.1 und 15.2) steht in der Regel nur eine einzige Reifengröße – das ist die Standardgröße deines Fahrzeugs. Viele Hersteller geben aber mehrere Dimensionen frei, die ebenfalls legal gefahren werden dürfen. Diese alternativen Reifengrößen findest du im sogenannten CoC-Dokument (Certificate of Conformity, deutsch: EG-Übereinstimmungsbescheinigung) unter den Ziffern 32 und 50.
Alternative Reifengrößen können sich in Reifenbreite, Querschnittshöhe oder Reifendurchmesser unterscheiden. Wichtig: Nur Kombinationen, die im CoC-Dokument oder in einer offiziellen Freigabeliste stehen, dürfen ohne Einzelabnahme gefahren werden. Alles andere erfordert eine Prüfung durch den TÜV oder die DEKRA.
| Art der Reifengröße | Beschreibung | Beispiel | Wichtige Hinweise |
|---|---|---|---|
| Zulässige Reifengröße | Im Fahrzeugschein (15.1 / 15.2) oder CoC-Papieren eingetragen. | 205/55 R16 | Ohne zusätzliche Eintragung fahrbar. Entspricht der Standardgröße. |
| Alternative Reifengröße | Weitere Dimensionen, die technisch freigegeben sind. | 215/50 R17 oder 195/65 R15 | Nur zulässig, wenn Umfangsdifferenz im Toleranzbereich oder TÜV-Freigabe vorliegt. |
| Nicht zugelassene Größe | Weder in CoC-Papieren noch durch TÜV-Abnahme bestätigt. | 235/45 R18 (Beispiel) | Nicht erlaubt – gefährdet die Betriebserlaubnis deines Fahrzeugs. |
Alternative Reifengrößen berechnen: Abrollumfang und TÜV-Toleranz
Der wichtigste Wert beim Wechsel auf eine andere Reifengröße ist der Abrollumfang – also die Strecke, die dein Reifen bei einer kompletten Umdrehung zurücklegt. Willst du den Abrollumfang berechnen, brauchst du nur Reifenbreite, Querschnittsverhältnis und Felgendurchmesser. Jede Änderung der Reifengröße verändert den Reifenumfang, und damit auch die Tachoanzeige und die technische Zulässigkeit.
Welche Toleranz beim Abrollumfang ist erlaubt?
Bei Pkw gilt in der Regel eine Abrollumfang-Toleranz von –2,5 % bis +1,5 % gegenüber dem Originalreifen. Liegt dein Wunschreifen innerhalb dieser Grenzen, ist er meist ohne Eintragung fahrbar. Weicht der Abrollumfang stärker ab, kann eine Einzelabnahme durch den TÜV erforderlich sein. Mit einem Abrollumfang-Rechner kannst du diese Abrollumfang-Toleranz vorab prüfen und so die Reifen-Kompatibilität einfach selbst checken.
| Änderung am Reifen | Auswirkung auf Abrollumfang | Mögliche Folgen |
|---|---|---|
| Größerer Durchmesser | Abrollumfang steigt | Tacho zeigt zu wenig an – Gefahr von Geschwindigkeitsabweichungen |
| Kleinerer Durchmesser | Abrollumfang sinkt | Tacho zeigt zu viel an – Fahrkomfort kann leiden |
| Gleicher Durchmesser | Abrollumfang bleibt gleich | Keine Anpassung nötig – sicherer Wechsel möglich |
Wann ist eine Tachoangleichung nötig?
Da der Tachometer die Geschwindigkeit über Radumdrehungen misst, verändert sich die Anzeige mit dem Abrollumfang. Das Gesetz erlaubt maximal 10 % + 4 km/h nach oben, aber kein km/h nach unten. Überschreitet dein Wunschreifen diesen Wert, ist eine Tachoangleichung in der Werkstatt erforderlich – mit entsprechenden Zusatzkosten. Der Tachoabweichung-Rechner im Reifenrechner zeigt dir sofort, ob das bei deiner geplanten Umrüstung der Fall ist.
Tipp: Mit dem Abrollumfang-Rechner von Reifen vor Ort prüfst du in Sekunden, ob deine Wunschgröße im Toleranzbereich liegt – und ob eine Tachoangleichung nötig wird.
Wann musst du eine andere Reifengröße eintragen lassen?
Eine häufige Frage lautet: Welche Reifen darf ich fahren – und wann brauche ich eine Eintragung? Die Antwort: Eine Eintragung durch den TÜV oder die DEKRA ist immer dann notwendig, wenn deine Wunschgröße nicht im CoC-Dokument aufgeführt ist – auch dann, wenn der Abrollumfang rein rechnerisch im Toleranzbereich liegt. Erst nach der Eintragung in die Fahrzeugpapiere darfst du die neuen Reifen legal im Straßenverkehr nutzen.
Wann du dir die Eintragung sparen kannst: Wenn deine Wunschgröße in der Freigabeliste steht (CoC oder Herstellerliste), reicht in vielen Fällen eine Bescheinigung des Reifenservices. Dein Reifenfachhändler vor Ort kann dir direkt sagen, ob und welche Schritte nötig sind – ein Reifengröße-ändern-Rechner wie der von Reifen vor Ort gibt dir dabei eine erste zuverlässige Einschätzung.
Welche Rolle spielen dabei die CoC-Papiere? Sie listen alle vom Hersteller zugelassenen Reifengrößen auf und sind die wichtigste Grundlage für die Prüfung. Wenn deine Wunschgröße dort nicht vermerkt ist, helfen TÜV, DEKRA oder ein zertifizierter Reifenhändler weiter.
Vor- und Nachteile breiterer und schmalerer Reifen
Nicht nur die Zulässigkeit zählt – auch das Fahrverhalten ändert sich mit der Reifengröße:
Breitere Reifen
- Vorteile: bessere Bodenhaftung, kürzere Bremswege, höhere Kurvenstärke
- Nachteile: höherer Kraftstoffverbrauch, mehr Fahrgeräusch, größere Aquaplaning-Gefahr, höherer Preis
Schmalere Reifen
- Vorteile: geringerer Rollwiderstand, weniger Kraftstoffverbrauch, besserer Aquaplaning-Schutz
- Nachteile: längerer Bremsweg, schlechtere Haftung in Kurven
So nutzt du den Reifenrechner von Reifen vor Ort
Der Reifenrechner auf reifen-vor-ort.de ist in wenigen Schritten bedient:
- Schritt 1: Aktuelle Reifengröße eingeben (z. B. 205/55 R16 – steht auf der Reifenflanke oder im Fahrzeugschein unter 15.1 / 15.2)
- Schritt 2: Wunschgröße eingeben und auf „Berechnen" klicken
- Schritt 3: Ergebnis prüfen – Abrollumfang, Tachoabweichung, Bodenfreiheit und Toleranzstatus werden sofort angezeigt
- Schritt 4: Liegt die Größe im grünen Bereich, kannst du direkt passende Reifenangebote in deiner Wunschgröße entdecken
Erscheint eine Warnmeldung, liegt die Abweichung außerhalb der Toleranz – lass die Kombination in diesem Fall vom TÜV oder einem Reifenfachhändler prüfen, bevor du neue Reifen montierst.
Ergebnisse im Reifenrechner richtig verstehen
Nachdem du deine aktuellen und neuen Reifendaten eingegeben hast, zeigt dir der Reifenrechner drei mögliche Ergebnisse:
| Ergebnis im Reifenrechner | Bedeutung | Was du tun solltest |
|---|---|---|
| ✅ Die neue Reifengröße liegt im Toleranzbereich. | Umfangsdifferenz liegt innerhalb –2,5 % bis +1,5 %. | Du kannst diese Reifengröße in der Regel ohne Eintragung fahren. |
| ⚠️ Die Umfangsdifferenz liegt außerhalb der Toleranz. | Abweichung zu groß – Tacho würde falsche Werte anzeigen. | TÜV oder DEKRA prüfen lassen. Eine Eintragung ist meist erforderlich. |
| 🚫 Warnung: Tacho würde zu geringe Geschwindigkeit anzeigen. | Reifengröße nicht mit Fahrzeug kompatibel. | Diese Reifen dürfen nicht gefahren werden. Andere Größe wählen. |
Hinweis: Der Reifenrechner dient zur Orientierung. Wenn du unsicher bist, ob deine Wunschgröße erlaubt ist, wende dich an deinen Reifenhändler vor Ort. Viele Partner auf reifen-vor-ort.de beraten dich kostenlos und prüfen die Zulässigkeit deiner gewünschten Reifendimension.
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