Alles was Sie über Reifen und Felgen wissen müssen!

Vorrunde zum großen Winterreifentest 2021 von AutoBild

Gepostet von Peter Schmidt am 22.09.2021 13:05:47

Sie testen gleich in Massen – und das ist das Besondere an den Reifentests der AutoBild, die das Hamburger Fachmagazin bei Pkw-Reifen in Sommer- und Winterausführung seit Jahren durchführt. So stehen bei dem kommenden Donnerstag in Heft 39 erscheinenden Winterreifentest gleich 50 Kandidaten auf dem Prüfstand. Andere Testinstanzen begnügen sich mit vielleicht zehn, zwölf oder zwanzig Reifen. Die Casting-Methode der AutoBild erweist sich gerade bei einer Volumendimension wie 205/55 R16 91H immer wieder als sehr informativ, denn in diesem Segment bietet der Markt eine besonders große Vielzahl der Produkte. Als Testfahrzeug dienten Golf VII und Golf VIII. Die Prüfung der Produkte erfolgte im nordschwedischen Arvidsjaur und einmal mehr auf dem bei so vielen Testern beliebten Contidrom bei Jeversen, wo es doch die eine oder andere Überraschung gab.

AutoBild Winterreifentest 2021 in der Dimension 205/55 R16 - TOP20

Testfahrzeuge: GOLF 7 & GOLF 8

Platz Profil Nass  Schnee   Gesamt*  Urteil und Angebote 
1. Platz

BRIDGESTONE

BLIZZAK LM-005

32,1 28,1 60,2

 

Sehr Empfehlenswert

Zum Angebot >>

2. Platz 

DUNLOP

WINTERSPORT 5

33,6 27,3 60,9


Sehr Empfehlenswert

Zum Angebot >>

3. Platz 

HANKOOK

WINTER I*CEPT RS2

33,4 28,2 61,6

 

Sehr empfehlenswert

Zum Angebot >>

4. Platz  

CONTINENTAL

WINTER CONTACT TS870

34,2 27,7 61,9

 

Sehr Empfehlenswert

Zum Angebot >>

5. Platz  

FIRESTONE

WINTERHAWK 4

33,5 28,6 62,1

 

Sehr Empfehlenswert

Zum Angebot >>

6. Platz  

GOODYEAR

ULTRAGRIP 9+

25,2 27,5 62,7

 

Sehr Empfehlenswert

Zum Angebot >>

7.Platz

BF-GOODRICH

G-FORCE WINTER 2

35,6 27,9 63,5

 

Sehr Empfehlenswert

Zum Angebot >>

8.Platz

SEMPERIT

SPEED-GRIP 3

35,1 28,5 63,6

 

Sehr Empfehlenswert

Zum Angebot >>

9.Platz

VREDESTEIN

WINTRAC

33,5 30,3 63,8

 

Sehr Empfehlenswert

Zum Angebot >>

10. Platz

LAUFENN

I-FIT+

35,2 28,6 63,8

Sehr Empfehlenswert

Zum Angebot >>

11. Platz

KLEBER

KRISALP HP3

35,6 28,4 64

 

Sehr Empfehlenswert

Zum Angebot >>

12. Platz

MICHELIN

ALPIN 6

34,9 29,1 64

 

Sehr Empfehlenswert

Zum Angebot >>

13. Platz

SAVA

ESKIMO HP2

36,5 28 64,5

 

Sehr Empfehlenswert

Zum Angebot >>

14. Platz

UNIROYAL

MS PLUS 77

36,1 28,6 64,7

 

Sehr Empfehlenswert

Zum Angebot >>

15. Platz

BARUM

POLARIS 5

36,1 28,8 64,9

 

Sehr Empfehlenswert

Zum Angebot >>

16. Platz

NEXEN

WINGUARD SNOW G3

35,6 29,4 65

 

Sehr Empfehlenswert

Zum Angebot >>

17. Platz

YOKOHAMA

BLUEARTH-WINTER V906

35,9 29,2 65,1

 

Sehr Empfehlenswert

Zum Angebot >>

18. Platz

FULDA

KRISTALL CONTROLL HP2

36,8 28,6 65,4

 

Sehr Empfehlenswert

Zum Angebot >>

19. Platz

FALKEN

HS01 EUROWINTER

36,2 29,5 65,7

 

Sehr Empfehlenswert

Zum Angebot >>

20. Platz

NOKIAN

SNOWPROOF

36,5 29,2 65,7

 

Sehr Empfehlenswert

Zum Angebot >>

*Sortiert nach Gesamtwert (addierte Bremswege); Nass-Bremswege aus 80 km/h, Trocken-Bremswege aus 100 km/h

Testidee: Auswahl und Ausscheidung

Es ist eine Allerweltsgröße oder anders gesprochen eine Volumendimension. Eine Vielzahl von Pkw der Kompakt- und Mittelklasse sind derzeit mit 205/55 R16 ab Werk ausgerüstet – eine Größe für (fast) alle. Entsprechend riesig ist das Angebot der Marken und Profile, die auf den deutschen Markt drängen und um die Gunst der Autofahrer buhlen. Da kann man leicht die Übersicht verlieren und die Namen der Marken sind Legion, besonders in den unteren Preisklassen, wo auch immer wieder mal alte Profile mit neuen Namen erscheinen. Da ist es schon ein Unterschied, ob ein Test sich sehr selektiv zehn Profile zu Brust nimmt oder fünfzig einem Ausscheidungsverfahren unterzieht. So lässt sich zwar nicht alles testen, aber doch ein großer Querschnitt im Markt darstellen, in dem auch alle Preiskategorien zahlreich vertreten sein können.


Mit dabei sind natürlich die Premiummarken der weltgrößten Hersteller, Bridgestone, Continental, Michelin und Goodyear. Sie sind der Maßstab und im oberen Preissegment angesiedelt. Diese sind auch gleich mehrfach vertreten, weil sie auch mit Zweit- und Drittmarken aus ihrem Hause im Markt und mit diesen in anderen Preiskategorien vertreten sind, so etwa Dunlop, Fulda und Sava (zu Goodyear) oder Firestone (zu Bridgestone) sowie BF Goodrich, Kleber und Kormoran (zu Michelin). Die meisten Marken hat Continental versammelt: Semperit, Uniroyal, Barum, Matador und General sind Marken aus dem Hause Continental. Allerdings hat der Konzern aus Hannover derer noch mehr, die im Test aber nicht vorkommen. Kleinere stehen da nicht abseits: Der koreanische Hersteller Hankook etablierte vor einigen Jahren die Zweitmarke Laufenn und der indische Hersteller Apollo ist Inhaber von Vredestein als Zweitmarke. Das sind nur einige Beispiele, die im Test eine Rolle spielen. Ein Überblick über den Markendschungel im Reifenmarkt könnte Bücher füllen. Interessant wird die Sache dann, wenn die (meist preiswertere) Zweitmarke eines Herstellers im Test besser abschneidet als die führende Erstmarke. Und das kommt hier sogar vor. Bleibt noch zu ergänzen: Es gibt eine Flut an fernöstlichen Produkten, meist aus China, mit exotischen Namen wie Hifly oder Landsail, die zwar allgemein einen schlechten Ruf haben, aber durchaus auch mal gut sein können –  theoretisch. In diesem Test allerdings nicht.

ampnet_photo_20190924_172889(Bildquelle: https://www.auto-medienportal.net)

Testablauf und -kriterien

Für die Testcrew bedeutet es deutlich mehr Aufwand dem eigentlichen finalen Test von 20 Kandidaten ein Auswahlverfahren vorzuschalten, das die Spreu vom Weizen trennt. In der ersten Phase im Frühjahr mussten sich alle 50 Kandidaten auf dem Contidrom einem Bremstest auf nassem Untergrund unterziehen und damit ein wichtiges Sicherheitskriterium bestehen. “Die Temperaturen lagen dabei im einstelligen bis niedrigen zweistelligen Bereich”, berichtet AutoBild-Tester Dierk Möller. Die Ergebnisse des Bremstests aus Tempo 80 km/h sind in der Tabelle aufgelistet, wobei die 15 letzten meist aus dem Budget-Segment hier schon ausscheiden, darunter die Michelin Untermarke Kormoran Snow. Die japanische Marke Toyo enttäuscht allerdings, indem sie gleich in der ersten Disziplin hinter zahlreichen Importmarken ausscheidet.

Pirelli scheitert in der 2. Runde

Um die Teilnahme am Finale der letzten 20 – das ist der umfassende Reifentest mit allen üblichen Disziplinen – ringen nun 35 Kandidaten, die nun eine neue Disziplin bestehen müssen: Bremsen aus 50 km/h auf festgefahrener Schneedecke. Die Bremswege aus beiden Disziplinen werden addiert und die Summe bestimmt die Reihenfolge von 1 bis 35. Und hier müssen schon bekanntere Namen Federn lassen. Pirelli landet mit dem Cinturato Winter auf Platz 26 und muss sich solch unbekannten Marken wie Typhoon oder Radar geschlagen geben und schafft es nicht in die Endrunde. Da hat die ursprünglich italienische und heute in chinesischer Hand befindliche Marke besonders in der Vergangenheit deutlich bessere Zeiten gesehen. Der Knockout in der zweiten Runde überrascht schon. Vor allem der Nassbremsweg ist deutlich einen Meter zu lang.

ampnet_photo_20160927_123164(Bildquelle: https://www.auto-medienportal.net)

Ergebnis: Bridgestone vorn, Zweitmarken gut platziert

So sind bis auf wenige Ausnahmen in der Finalrunde die üblichen Verdächtigen vor allem aus dem Premiumsegment versammelt. Erstaunlich allerdings, dass sich auch viele der Zweitmarken in die Finalrunde gerettet haben. Weit nach oben bremst sich Firestone und die Zweitmarke Laufenn von Hankook erringt einen guten Mittelplatz. Continental platziert nicht nur seine Hauptmarke gut, sondern auch viele der zahlreichen Zweitmarken sind mit im Finale: Semperit, Uniroyal und Barum. Dabei fällt auf, dass einige Zweitmarken die Premiummarke überholen. So bei Michelin: Kleber und BF Goodrich bremsen besser.

Fazit: Premium bleibt Maßstab

Das ist zwar erst die Qualifikation für das Finale, das Ergebnis lässt aber einen tiefen Blick in den Reifenmarkt zu: Die Qualität der Premiumprodukte bestätigt sich in zwei wichtigen Disziplinen und rechtfertigt den Preis. Trotzdem ist der Markt voller Geheimtipps: Dazu entwickeln sich der Vorrunde zufolge einige Zweitmarken der großen Hersteller, die preiswerter zu haben sind. Aber man soll den Tag nicht vor dem Abend loben. Denn das Finale kommt ja noch.



Aktuelle Winterreifen- und Ganzjahresreifentests 2021 im Überblick:

Testinstitut  Reifengröße
ADAC 195/65 R15
AutoMotorSport 195/55 R16
AutoBild 205/55 R16
Autozeitung 205/55 R16 | Ganzjahresreifen
AutoBild Allrad 215/65 R17 | Ganzjahresreifen
ADAC 225/50 R17
AutoBild 225/50 R17 | Ganzjahresreifen
AutoBild Sportscars 225/45 R18 vorne | 245/40 R18 hinten | Mischbereifung
Autobild Allrad 235/55 R18 | SUV
Auto Zeitung 235/55 R18
SportAuto 255/275/35 R19 | 255/40 R18

Aktuelle Sommerreifentest 2021 im Überblick:

Testinstitut  Reifengröße
Auto Motor Sport 195/55 R16H
AutoBild 205/55 R16
ADAC 205/55 R16
Autobild Allrad 215/60 R17 | SUV
GTÜ 225/45 R17
ADAC 225/50 R17
Auto Zeitung 225/40 R18
Gute Fahrt 245/40 R18
AutoBild sportcars 265/35 ZR20
Sportauto 255 & 275/ ZR19 UHP | Supersport


Für Sie persönlich empfohlen:




Themen: Reifen-vor-Ort.de, Alle Reifentests 2021


Zurück zur Blog-Startseite



Schreiben Sie einen Kommentar:


Hot News!
🔥
Neuer ADAC Winterreifentest 2021 ist online – jetzt lesen!


Winterreifen zum Bestpreis | Reifen vor Ort

 

Immer informiert bleiben!

Ganz einfach mit unserem Newsletter für den Sie sich hier eintragen können:

Beliebteste Artikel

Über diesen Blog

Es geht in unserem Blog um alles rund um Räder und Reifen. Uninteressant? Im Gegenteil. Räder sind Mode fürs Auto, aber der Reifen gehört zu den meist unterschätzten Produkten. Trotzdem kommt kaum jemand ohne Reifen aus, gleich ob er mit dem Fahrrad, dem Auto oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist.

Hier informieren wir Sie über die neuesten Trends der Reifen und Räder und wünschen uns natürlich auch Beiträge und Kommentare von Ihnen, beispielsweise zu den Erlebnissen und Erfahrungen, die Sie gemacht haben. Wir freuen uns auf einen regen Austausch.

Mehr über diesen Blog