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Kfz-Steuererhöhung 2021 - Wen trifft es besonders hart?

Gepostet von Jens Szabelski am 24.07.2020 11:44:46

Die Kfz-Steuer wird erhöht. Vor allem PS-starke Autobesitzer zahlen drauf. Hintergrund dieser Steuererhöhung ist, dass die Kohlenmonoxid-Emissionen im Straßenverkehr um rund 40 Prozent verringert werden sollen.

Die neue Kfz-Steuer tritt nächstes Jahr in Kraft. Der Verbrauch bzw. der CO2-Ausstoß soll dann stärker gewichtet werden. Das neue Berechnungsmodell gilt aber nur für Neufahrzeuge, die ab dem 1.Januar 2021 zugelassen werden. Wichtig: Für bereits zugelassene Fahrzeuge, also alle Gebrauchtwagen und für Neuwagen, die bis Ende 2020 erstmalig zugelassen werden, gilt die neue Kfz-Steuer nicht.

 

Neues Berechnungsmodell: Die Unterschiede

KFZ Steuererhöhung 2021 | Neues Berechnungsmodell | Reifen-vor-Ort

Wie unterscheidet sich die neue Kfz-Steuer zur alten? Bisher wurde die Höhe der Kfz-Steuer anhand des Zulassungsdatums, der Motorenart, des Hubraums, des Verbrauchs und dem damit zusammenhängenden CO2-Ausstoß berechnet. Das neue Modell hingegen gewichtet den Verbrauch nun höher. Deutlich höher, sodass man es sich zweimal überlegen sollte, sich nicht doch schon dieses Jahr einen Neuwagen zuzulegen.

Die neue Kfz-Steuer verändert also den Aufschlag für den CO2-Ausstoß. Der Aufschlag steigt nicht mehr pauschal um 2 Euro pro Gramm CO2, sondern gestaffelt. Für besonders sparsame Autos mit maximal 95 Gramm CO2 pro Kilometer gibt es wie bisher keinen Aufschlag. Das betrifft nur wenige Modelle. Unter 95 Gramm CO2 pro Kilometer schaffen nur Elektroautos oder Plug-in-Hybride.

Im Bereich von 95 bis 115 Gramm CO2-Ausstoß pro Kilometer kostet jedes Gramm CO2 2,00 Euro. In 20-Gramm-Schritten steigt der Preis pro Gramm auf 2,20 Euro, 2,50 Euro, 2,90 Euro und 3,40 Euro. Oberhalb von 195 Gramm beträgt der CO2-Preis pro Gramm 4,00 Euro.

 

 

Berechnungstabelle für die Kfz-Steuer 2020 und 2021

Tabelle- Steuerberechung

Quelle: https://www.mobile.de/magazin/artikel/kfz-steuer-2021-kosten-tabelle-35948

 

Was bedeutet das für mein Auto?

Bei Kompaktwagen, Mittelklasse oder auch starken Kombis halten sich die Steuererhöhungen in Grenzen. Das Durchschnittsauto mit einem CO2-Ausstoß von 157 Gramm pro Kilometer wird lediglich knapp 16 Euro teurer im Jahr.

Wirklich teuer wird es erst für die PS-starken Autos wie SUVs oder Sportwagen. Für einen Audi Q8 mit einem Ausstoß von 182 Gramm pro Kilometer, zahlt man dann fast 42 Euro mehr. Für einen Porsche 911 (215 Gramm pro Kilometer) zahlt man 100 Euro mehr und für einen Ferrari 812 (340 Gramm pro Kilometer) fast 350 Euro.

 

Gegenwind für neue Kfz-Steuer

In einem Bericht kritisieren die Kontrolleure vor allem, dass die neue Kfz-Steuer nur für Neufahrzeuge ab dem 1.1.21 gelten soll. Sie sind der Meinung, „Dies verringert den Anreiz für einen schnellen Flottentausch zugunsten emissionsärmere Fahrzeuge erheblich“, so berichtet der Spiegel.

 

Die neue Kfz-Steuer in Kürze

  • Sportwagen und SUV-Modelle mit hohem Verbrauch werden deutlich höher besteuert
  • Besonders sparsame Autos werden günstiger
  • Elektroautos sind nicht von der neuen Steuer betroffen
  • Ab einem CO2-Ausstoß von 96 Gramm pro Kilometer steigt die Steuerbelastung
  • Die neue Kfz-Steuer gilt erst ab einer Erstzulassung am 1.1.2021
  • Für Gebrauchtwagen oder noch im Jahr 2020 zugelassene Autos ändert sich nichts

 

Jetzt ist der beste Zeitpunkt für ein neues PS-starkes Auto

Wer nicht auf den PS-Spaß verzichten möchte sollte noch dieses Jahr zuschlagen, nicht nur entgeht man so dem Steuerzuschlag, man profitiert auch noch von der bis Jahresende begrenzten Mehrwertsteuer-Senkung von 19 auf 16 Prozent.


Fazit

Ob die neue Kfz-Steuer ihren Zweck erfüllt, bleibt abzuwarten. Nachbesserungen wurden bereits angekündigt.

Sicherlich können sich die meisten Menschen, die sich einen Ferrari leisten, auch eine Steuererhöhung leisten. Doch auch SUVs oder Familienkutschen sind betroffen.

Besitzer und Käufer von Gebrauchtwagen können sich aber entspannt zurücklehnen.

Wer aber auch in Zukunft nicht auf sein Fahrspaß mit ordentlich Pferdestärken unter der Haube und Neuwagen-Geruch in der Nase verzichten möchte, dem sei geraten noch im Jahr 2020 zuzuschlagen.

 



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Themen: Rechtliches


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